19. August 2017

Rasenpflege

Aerifizierer verbessern die Bodenbelüftung einer Rasenfläche. Die auf einer Welle sitzenden Werkzeuge schlitzen den Boden tief, brechen ihn auf und stechen Pfropfen - in der Fachsprache Spoons genannt – aus. Große Aerifizierer werden bei der Arbeit vom eigenen Antrieb über die Rasenfläche geschoben, oder hinter einem Schlepper hängend gezogen. Durch ihr Eigengewicht oder Zusatzgewichte werden die Werkzeuge in den Boden gedrückt, oder durch einen eigenen Antrieb in den Boden gestochen. Die Schlitzmesser schneiden den Boden bis in 25 cm Tiefe auf und reichen damit oft bis in die nächste Bodenschicht hinein.

Vor einigen Jahren lag die Grenze, ab der zum Einsatz von Aufsitzmähern geraten wurde, bei 1.ooo qm und aufwärts. Heute können bereits 5oo und sogar schon 4oo qm Rasenfläche eine sinnvolle Größe sein. Besonders dann, wenn die Fläche zusammenhängend gemäht werden kann und es Platz zum Abstellen gibt.  Ideale Rasenflächengrößen für Aufsitzmäher sind kleine und mittelgroße Rasenflächen bis etwa 1.5oo, maximal 2.ooo qm. Umso größer die Rasenfläche ist, desto größer sollte auch die Schnittbreite des Aufsitzmähers bemessen sein, deswegen erreichen Aufsitzmäher bei 1oo cm Schnittbreite ihre Grenze. Darüber beginnt die Klasse der Rasentraktoren. Eine besondere Klasse der Aufsitzmäher sind die Nullwendekreis (Zero Turn ) mäher - ihre hohe Wendigkeit erspart das Nachmähen mit dem Rasenmäher, Freischneider oder der Motorsense.

Die drei Gerätegruppen Rasentrimmer, Motorsensen und Freischneider sind die modernen Sensen unserer Zeit. Alle sind unentbehrliche Helfer, wenn es darum geht, in unzugänglichen Ecken, Spalten oder an Rändern stehen gebliebenen Grasresten, Gestrüpp oder hohem Unkraut zu Leibe zu rücken.

Ab 2000 m² und 1m Schnittbreite ist auf jeden Fall der Einsatz von Rasentraktoren üblich. Sie sind nach dem Aufsitzmäher die nächst höhere Klasse der vierrädrigen Rasenmäher mit Sitz, in Bezug auf Leistung, Ausstattung und Komfort. Für manch einen Hobbygärtner ist der Ferrari für den Garten, denn wer einmal mit einem Rasentraktor seinen Rasen gemäht hat, wird seinen guten, alten Schiebemäher, aber auch die günstige Variante der Aufsitzmäher nicht mehr benutzen wollen. Beim Rasentraktor befindet sich die Antriebseinheit immer vor dem Bediener: Das Mähdeck ist zwischen die Achsen gebaut, hinter dem Fahrer kann ein Behälter für Schnittgut aufgebaut sein.

Mit der Zeit bildet sich fast in jedem Rasen eine Filzschicht, die aus Moosen, abgestorbenen Gräsern und Unkräutern besteht: Diese Schicht wirkt - bezogen auf die hohen Niederschläge unserer Breiten - wie ein Schwamm. Licht und Luft können nicht bis zum Boden vordringen, was dem Rasen schadet. Also muss diese Filzschicht entfernt und die Bodenoberfläche leicht aufgerissen werden. Dazu wurde der Vertikutierer entwickelt, der dem Filz den Kampf ansagt und den Rasen zu neuem Wachstum anregt.

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